Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

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Domme
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Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Domme » Di 14. Nov 2017, 21:06

Hey Leute,

In den Horden des Chaos sind wir gerade am überlegen wie wir unser Lager in Zukunft aufbauen wollen. Entweder mit engen Gängen, angelehnt an euer Lager 2015 (das ich persönlich damals ziemlich Geil fand. ;D ), oder eben offener und leichter einzusehen.

Und weil ihr den Wechsel von einem sehr engen und tunneligen Lager zu einem viel offeneren gemacht habt wollte ich mal freundlich nachfragen wie eure Erfahrungen mit den beiden Lagertypen waren.
Und ganz besonders: Was war der Grund warum ihr euch für den Wechsel entschieden habt?

Liebe Grüße und Danke schon mal
Dominik

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Shartok
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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Shartok » Di 14. Nov 2017, 23:55

Das "Gassenkonzept" ist schlicht gescheitert.
DIe Idee war, dass das Lager davon irgendwie spannend wird und Uruks des Nachts durch die Gänge schleichen und ein dauerhaftes Gefühl der Unsicherheit und Bedrohung hergestellt werden kann. Hat nicht geklappt, weil schlichtweg alle einfach in ihren jeweiligen Bereichen herumhingen und man Spiel einfach nicht sehen konnte. Das erzeugte dann eher den Eindruck, dass nix passiert, weil man schlicht nicht sehen konnte, dass was passierte :). Auch die Idee, dass "die Gassen" eine doll spannende Sache bei einem Angriff durch andere Lager wäre ist irgendwie arg daran gescheitert, dass das -letztlich- schon stimmt, aber eben jene Gassen auch kein Spiel generieren können, wenn einfach keiner da ist um darin zu kämpfen. Wenn Imperium/Pilger da alleine durchschlurfen oder sich -wahlweise- an unserer statt in den Gassen hauen, dann wird´s mit Kosten/Nutzen schwierig.

Kosten/Nutzen: Wenn der Platz limitiert ist, dann sind Gassen mit Bauten und Zelten (das war seinerzeit das gegebene Szenario) ziemlich schwierig, weil man andauernd einzelne Bauabschnitte aufeinander abstimmen muss. Oder einfach: In der Planung ist man immer darauf angewiesen, dass die Angaben zu Gruppenzelten usw. so korrekt sind, dass man da noch einen Weg hinbekommt, wo man den auch hinplant. Und beim Aufbau ist man darauf angewiesen, dass man das alles so zeitlich koordinieren kann, dass sich keine Bauten/Zelte/Aufbauer/Material signifikant im Weg herumstehen.
Das wird dann schon schwierig, wenn das Zelt der Gruppe X dann eben IRGENDWANN kommt, obwohl der Platz so zentral ist, dass man es JETZT SOFORT
hinstellen müsste. Mehr Platz entschärft das Problem ggf - aber dann ist man schnell im Land komischer "Is halt so"-Lösungen und man kann was-auch immer-man-geplant-hat nicht umsetzen. Wenn zB ´ne Gasse 1,5m breiter als geplant wird, weil ein Zelt nicht zeitig gestellt werden konnte und dann alle irgendwie grob herumgebaut haben, dann entfällt da ggf. ´ne Brücke die man bauen wollte...oooder man hat plötzlich 2m Gang mehr. Die man eigentlich überdachen/mit Wänden versehen wollte...usw usf.
Dazu kommt: Kleine Gebäude/Gassen usw: Das ist recht aufwändig. Einzelstehende Gebäude müssen eben stabil stehen, ebenso Gassenwände, Tore usw usf. Das muss alles gegeneinander abgestützt, gesichert, verbunden werden. Viel, sehr viel, Kleinscheiss. Viele Kleinteile (Holzverbinder, Schrauben) ganz viele kleine Baustellen. Kostet alles Zeit udn Budget.

Insgesamt würde ich sagen: So ein Gassenkonzept ist EIGENTLICH schon ganz nett. Aber dann muss man WIRKLICH sicher sein, dass sie auch WIRKLICH genutzt werden und ihren Zweck erfüllen können. Dafür müssen die Spieler im Lager auch wirklich verstehen, wie man überhaupt sowas mit Leben füllen kann und es dann auch noch aktiv wollen und tun. Das setzt wieder vorraus, dass man seine Spieler im Lager auch gut erreichen kann und auch noch die Message wie da gespielt werden sollte transportieren kann. Das halte ich im Maßstab von 30-50+ Spieler (mittlerweile) für utopisch und würde davon abraten.

Auf die Gassen folgten dann Hütte2016 & Fort2017. Beides mit der grundlegenden Konzeption Spiel möglichst sichtbar zu gestalten...so das möglichst Viele möglichst vielen Anderen dabei zuschauen können, wie sie IRGENDWAS tun, damit dann zufällig Spiel Spiel generiert :).
Das klappt eigentlich halbwegs gut :).

Ist also insgesamt gar keine stilistische Lösung, sondern eher reinster Pragmatismus gewesen die Gassen abzuschießen.

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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Zhûul » Mi 15. Nov 2017, 00:03

Offen bedeutet, dass jeder jeden Sehen kann und damit schneller auf Dinge reagiert bzw. das ganze Lager in Aktionen integriert werden kann.
Es kämpft sich einfacher in großen Aktionen im Lager.

Eng und tunnelig gibt einen eher klaustrophobischen Eindruck. Es ermöglicht Bedrohung innerhalb des Lagers, sorgt dafür, dass man nicht mehr alleine pissen/ andere Gruppen besuchen geht, weil in den Schatten jemand laurn kann. Nachteil ist, dass die Gruppen gefühlt etwas mehr auseinander rücken,wobei ich das nicht schlecht fand. Es kämpft sich intensiver. Große Aktionen sind allerdings schwieriger.

Ich persönlich mochte das 1.er Weltkrieg Schützengraben Lager extrem gerne. Die Holzverstärkten schmalen Gänge, dergefährliche Weg in andere Feierhallen. Die lauernden Uruklata im Schatten. Knives and Clubs in the dark. Das mochte ich. War halt bei uns in dem Jahr weniger zusamenhängender Militärstützpunkt und mehr wildes Orklager/Siedlung ohne Omni-Militärischen Hintergrund.
Ich finde, das offene Lager verhindert ein bisschen das versteckte physische Konfliktspiel. Wenn alles offen ist und jeder jeden sehen kann, gibts eben weniger innere Konflikte und mehr nach aussen gerichtetes Spiel. Je undurchsichtiger und verwinkelter alles ist, umso mehr Beef gibts im Lager, weil nicht jeder alles sehen kann.

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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Shartok » Mi 15. Nov 2017, 00:28

Ja...aber das sind alles Sachen die...so gut wie nie passiert sind :).
Da lauerte meist nie jemand im Schatten, da war nix mit Knives&Clubs. Das sind alles fantastische Vorstellungen...aber leider nur eine Beschreibung dessen wie es sein sollte und nicht wirklich wie es de facto war. Das kam MAL vor, dass Elemente davon vorkamen...aber das war nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Es gab keinen Beef - es gab Herumsitzen. Mehrheitlich.

Und es gab nie einen "omnimilitärischen Hintergrund".
Das ist alles Kopfkino. Kann man haben, is ok. Aber das OHL was Du da beschreibst, habe ich zuletzt 2012 gesehen.

Andererseits: Ich hab´ auch wohl einen völlig anderen Blick auf dieses Lager als es vllt. jemand hat, der darin eben spielt.
Ist vermutlich ein himmelweiter Unterschied.
Ich seh´ meist das, was sein KÖNNTE oder (mMn) SOLLTE und messe das an dem was tatsächlich passiert :).

Eh egal :), weil so langsam ja Vergangenheit :D

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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Zhûul » Mi 15. Nov 2017, 21:21

Aber ist mit Erwartungen an etwas herangehen, nicht seit jeher Garant für Enttäuschung?

Ob da jetzt Horden von Leuten im Lager abgestochen wurden, ist doch nicht wichtig. Ich fand das Gefühl so toll, dass es eben jederzeit passieren könnte. Das war es, was mich in dem Jahr einfach hart geflashed hat und warum etliche Leute immer noch sagen, dass die Gassen einfach geil waren.
Manchmal ist der Flash, den man im Kopf bekommt, besser als jeder Adrenalinjump vom 10m Turm.
Das Prinzip gibts doch überall: In Dunkelheit hat man eben wesentlich mehr Bammel , ob da jetzt was ist oder nicht. Jeder gute Horrorfilm basiert darauf, was sein könnte. Alien 1 war gruselig, weil man das Vieh kaum gesehen hat, aber es eben überall hätte sein können.
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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Shartok » Do 16. Nov 2017, 00:34

True dat.
Problem für mich war nur immer: Wenn es immer beim "was sein könnte" bleibt und kein "...und dann passierte es" folgt, dann isses halt wie Alien1...nur ohne Alien :). Das is dann ja auch nix.

Aber: Solche Entscheidungen/Überlegungen/Diskussionen finden ja nu ohne mich statt :)

YAY!

:woohoo:

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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Sakaaf » Fr 17. Nov 2017, 00:42

Gassen waren nervig aufzubauen und fokkusierten die Schlammbildung.
Optisch wars geil.

Wenn die neue Orga bock auf Gassen hat, geht das sicherlich irgendwie^^
Und bei den HDC sowieso

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Re: Lageraufbau: Warum so und nicht anders (HdC Anfrage)

Beitrag von Shartok » Fr 17. Nov 2017, 01:11

Yoa. Man baut einfach das Fort und stellt was in die Mitte. Schwupps: Gassenstyle zurück. Easy.

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