Der Wert von Dingen in Nul'Gundum und Bexbach

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Zoshakan
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Der Wert von Dingen in Nul'Gundum und Bexbach

Beitrag von Zoshakan »

Wert von Gegenständen im Orklarp

Hier ein kleiner Essay über die Wertigkeit von... im Prinzip allen möglichem! Der Text soll einfach informieren, eventuell etwas die Augen öffnen für eine Perspektive die man noch nicht hatte.


Orkgesellschaft = Mangelgesellschaft
Wenn wir eine typische belarpte Orkkultur anschauen, ist es eigentlich immer eine Mangelgesellschaft, d.h. Ein Großteil der Bevölkerung ist von Mangel bedroht und muss die meiste Energie/Kraft/Zeit aufwenden um grundlegende Bedürfnisse befriedigen zu können. Nur die Spitze der Gesellschaft bleibt von diesem Mangel verschont.
Handlanger Horkar schuftet jeden Tag hart, damit er genug zu Fressen und zu Saufen hat. Wenn er etwas über hat (oder Naturalien beiseite schaffen kann) wird es „angelegt“: In Nahrungsvorräte für den Winter, eine warme Decke, vielleicht noch etwas Kleidung. Nur in Ausnahmefällen kann sich Handlanger Horkar solchen Luxus wie Schnaps leisten.
Dreckschläfer Dursh marschiert für seinen Kriegsherren ins Feld. Sold bekommt er einigermaßen regelmäßig – der ist aber karg, denn davon wird ein Anteil für die Verpflegung abgezogen. Als Belohnung für gute Dienste erhält er Schnaps oder etwas Zuurd. Sich besaufen ist nicht jeden Tag möglich – höchstens einmal die Woche. Wer das öfters braucht, verfällt leicht in Beschaffungskriminalität oder verschuldet sich. Dursh hungert nicht Tag für Tag – doch was ist, wenn er im Kampf verwundet wird? Dann braucht er Zuurd für Rationen, um für einen Heiler aufzukommen. Oder legt er es in neue Stiefel hat, denn die alten fallen schon wieder auseinander? In einen neuen Panzer? Auch Dursh fürchtet den Winter.

Bexbach und Nul'Gundum
Nehmen wir ein tolles Beispiel: Jonas und Brafhum, die irgendwie Schizophren zusammen gehören.

Jonas kauft sich 500g Salz für 30cent, ein paar Meter Seil für ein paar Euro und ein Fass Bier für n Zehner.

Brafhum nicht.
Für Brafhum ist Salz viel wert! Mit Salz kann man Nahrungsmittel haltbar machen, Salz gibt es nicht überall, man braucht es aber überall. Der Körper braucht Salz. Salz ist wertvoll für Brafhum und wertlos für Jonas.
Für Brafhum ist ein Seil etwas wertvolles. Ein Seil muss aus Fassern geflochten werden, das ist eine langwierige Aufgabe. Wenn er es nicht selbst macht, bezahlt er denjenigen der es macht. Und selbst wenn es Sklaven herstellen: In den Preis für das Seil wird der Erhalt der Sklaven einkalkuliert. Brafhum wird ein Seil nicht einfach zerschneiden, nur im Notfall, lieber aufknoten und zuknoten.
Für Brafhum ist ein Fass Bier wertvoll! Bier ist nicht so anfällig für Verderben wie Wasser. Bier benebelt – das ist toll! Bier ist Luxus, den sich die ganzen Sklaven und Handlanger kaum leisten können. Aber auch Bier muss hergestellt werden, die Rohstoffe müssen gepflanzt und geerntet werden, verarbeitet und gebraut und in einem hässlichen Karren an die Front – ganz zu schweigen vom Fass an sich!

Was bringt das fürs Spiel?
Ihr seht: Beinahe alles was in Bexbach wertlos ist, ist in Nul'Gundum wertvoll.
Aber im Spiel ist es das nur, wenn man es auch so behandelt. Jeder kann sich mit Zinn Zuurd gießen und behaupten er sei reich. Doch ist das Zielführend? Tolle Spielmomente (auch bekannt als Drama) entstehen wenn
a) irgendwer etwas hat, dass
b) irgendwer anderes begehrt
Man begehrt nur, was man nicht hat und was wertvoll ist. Gebt Sachen, die euch marginal erscheinen Wert und habt tolle Momente.
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Re: Der Wert von Dingen in Nul'Gundum und Bexbach

Beitrag von Gortak »

Cool.
Ist echt eine tolle Übersicht und auch Erklärung für das, was wir spielen.
-] “Wir sahn einen Bauern so fett mit seiner Tochter so nett,
die Spitzen unserer Dolche weckten ihn rau,
er fing an zu stammeln und zu kreischen, gab uns Gold ohne zu feilschen,
die Tochter floh, also brieten wir seine Frau."
-]
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Re: Der Wert von Dingen in Nul'Gundum und Bexbach

Beitrag von Thub Durubârz »

Nuja bisher wirds nur teilweise so bespielt.

Macht einfach aus allem Spiel.

Klar kann man sich einfach so n Kasten Bier rein ziehen, den man sich OT selbst gekauft und mühsam ins IT gezerrt hat. Aber es macht doch noch viel mehr Spaß sich diesen durch spiel und in krügen durch beschaffungskriminalität zu gönnen
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